Sonntag, 13. Dezember 2009

Siegreicher Jahresabschluss der 1. Damen

Wildau, 12. Dezember 2009 – In heimischer Halle setzten sich die 1. Damen gegen Verfolger VSV Havel Oranienburg 3:1 durch. Die 0:3-Niederlage gegen den derzeitigen Tabellenführer VSB offensiv Eisenhüttenstadt konnte trotz guter Leistungen nicht verhindert werden.
Zehn motivierte Spielerinnen samt Trainer fanden sich am vergangenen Samstag in der Wildauer Oberschulhalle zu den letzten Punktspielen des Jahres 2009 ein. Unser Sponsor – der TF-Ring.de aus Kallinchen – bereitete uns Damen mit einem weiteren Trikotsatz ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.

Mit schickem Outfit lag es nun an uns, sich entsprechend zu revanchieren. Die Anfangsaufstellung gegen den VSV Havel Oranienburg bestand aus Caro R. und Steffi auf Zuspiel/Diagonal, Laura und Tine auf Außen, Claudi und Mella im Mittelblock und Jule als Libera. Mit unserem ersten Angriff signalisierten wir deutlich, „wie der Hase läuft“. Die Gegnerinnen konterten entsprechend. Keine Mannschaft konnte sich deutlich absetzen, mal waren wir wenige Punkte vorn, dann wieder Oranienburg. Die Einwechslung von Paula für Tine bei 16:19 brachte die entscheidende Wendung. Erst kämpften wir uns 18:19 heran, dann zogen wir mithilfe von Paulas Aufgabenserie 21:20 vorbei und beendeten den Satz bei 25:23 für uns.

Wieder in Startaufstellung begannen wir den zweiten Satz zu lässig und ließen Oranienburg vom 1:4 bis zum 5:10 davon ziehen. Mit der erneuten Einwechslung von Paula bei 7:12 konnten wir unsere Annahme stärken und zunehmend ein variables Angriffsspiel sichern. Zuspielerin Caro R. schaffte es den gegnerischen Block auszuspielen und so kamen tolle Schnellangriffe über die Mittelposition zustande. Bei 12:12 hatten wir wieder in unseren Rhythmus gefunden und Mittelblockerin Claudi und Zuspielerin Caro R. brachten uns mit ihren Aufgaben auf Abstand (16:13. bzw. 20:14). Mit einem Aufgabenass gewannen wir den Satz bei 25:17.

Im dritten Satz suchte uns wieder die obligatorische Schwächephase heim. Wir waren nur damit beschäftigt, auf das Spiel von Oranienburg zu reagieren und fanden nach dem schlechten Anfang nicht in unseren Spielfluss zurück. Trainer Thomas versuchte mit allen Möglichkeiten wie Auszeiten, der Ein- und Rückwechslung von Zuspielerin Caro L. und dem Einsatz von Tine für Paula den Satzverlust zu verhindern, leider vergebens. Bei 19:25 mussten wir den dritten Satz abgeben.

Nach einigen ausgeglichenen Spielzügen zu Beginn des vierten Satzes, schaffte es Mella mit ihrer Aufgabenserie von 8 Punkten einen guten Vorsprung zu schaffen, 13:6. Oranienburg kämpfte sich noch einmal 14:11 heran, bis wir durch eine bewegliche Abwehr und starke Angriffe wieder Paroli bieten konnten. Der gegnerische Annahmefehler führte zum 25:21 und brachte uns den 3:1-Sieg (25:23, 25:17, 19:25, 25:21).

Nach dem erfolgreichen Spiel stärkten wir uns an unserem eigenen Buffet mit Kaffee, selbstgebackenem Kuchen, Dominosteinen und Obst. Die Gesamteinnahmen von 3,50 € des Tages beweisen, welche Mannschaft am häufigsten zugegriffen hat.

Gegen die Mädels von Eisenhüttenstadt stand uns ein härteres Spiel bevor. Caro L. und Steffi begannen auf Zuspiel/Diagonal, Tine und Laura auf Außen, Claudi und Mella im Mittelblock und Jule als Libera. Zwar konnten wir unsere erste Aufgabe in einen Punkt verwandeln, dennoch zog Eisenhüttenstadt sofort das Tempo an und setzte uns mit ihren Angriffen unter Druck, 1:5. Bei 2:6 ging Mella zur Aufgabe und schaffte es mit einer Aufgabenserie die gegnerische Annahme ins Wanken zu bringen, 9:6. Doch Eisenhüttenstadt fand schnell wieder ins Spiel zurück und machte unsere Beweglichkeitsschwächen sichtbar. Weder der Block noch die Abwehr konnten sich auf die gegnerischen Angriffe einstellen, so dass wir schnell wieder in Rückstand gerieten und den Satz 23:25 abgeben mussten.

Auch im zweiten Satz bestand unsere einzige Chance darin, den ersten und entscheidenden Angriff „totzumachen“ – was uns nicht recht gelang. Eisenhüttenstadt schaffte es immer wieder die Finger unter den Ball zu bekommen und gleichzeitig druckvoll anzugreifen. Zwei Auszeiten und die Ein- und Rückwechslung von Zuspielerin Caro R. brachten keine entscheidende Wendung. Vom 16:20 kämpften wir uns zwar noch heran, blieben aber immer hinter den Gegnerinnen und mussten so auch den zweiten Satz knapp abgeben, 24:26.

Den dritten Satz wollten wir dann endlich für uns entscheiden, doch schnell wurde sichtbar, welche Mannschaft das Spiel bestimmte. Die gegnerische Hauptangreiferin konnte durch unseren Block nicht unter Kontrolle gebracht werden, die Abwehr hatte da keine Chance mehr. Zudem war unsere Annahme zu weit vom Netz entfernt, so dass über die Diagonale und die Mitte kaum noch angegriffen werden konnte und sich der gegnerische Block schon wartend an der Außenposition formieren konnte. Eisenhüttenstadt ging 9:4 in Führung und wir brachten keinen richtigen Kampfgeist mehr auf. Drei Einwechslungen, Caro R. auf Zuspiel für Caro L., Tine für Paula im Außenangriff und Steffi P. für Mella im Mittelblock, brachten keine Veränderungen. In der Auszeit bei 12:21 war die Niederlage schon absehbar. Eine verschlagene Aufgabe unsererseits brachte Eisenhüttenstadt zum Satzball, ein verschlagener Angriff ins gegnerische Aus besiegelte die 0:3-Niederlage (23:25, 24:26, 13:25).

Mit einem Sieg und einer Niederlage festigen die 1. Damen zum Jahresende ihren sechsten Tabellenplatz. Trainer Thomas ist mit diesem Ergebnis zufrieden:
„Gegen Oranienburg haben wir uns im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen resoluter gezeigt. Trotz einiger Schwächephasen gelang es meinem Team immer wieder, den Diktierstock auf ihrer Seite zu lassen und damit eindeutig den Takt und den Spielrhythmus anzugeben.
Nein, im Ernst. Auch bei einem Rückstand wie z.B. im zweiten Satz von 5:10 ließen wir den Kopf nicht hängen. Wir kämpften uns nicht nur an den Gegner heran, sondern waren außerdem in der Lage, diesen Satz eindeutig für uns zu entscheiden. Hervorheben möchte ich hierbei das gute Aufgabenspiel von Melly, die solide Abwehrleistung von Laura und ein sehr sicheres Angriffsspiel über die Diagonale von Steffi.

Im zweiten Spiel gegen Eisenhüttenstadt gab es eine Lehrvorführung zum Thema Feldabwehr, Beweglichkeit und „Bodennahkampf“. Aber auch in diesem Spiel hat sich mein Team durch gute Aufgaben und harte Angriffsschläge bewiesen. Das zeigen die knappen Ergebnisse des ersten und zweiten Satzes. Leider reichten am Ende Kraft und Konzentration nicht aus, um doch einen Satz mit nach Hause zu bringen. Ein Blick auf die Tabelle zum Jahresende und zur Saisonhalbzeit zeigt, dass wir uns gut in der Brandenburgliga zurechtfinden. Keiner unserer Gegner hält uns „nur“ für den Aufsteiger und ich freue mich auf die noch folgenden Begegnungen. Abschließend möchte ich allen Spielerinnen und ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.“

Es spielten: Laura, Tine, Paula, Caro L., Caro R., Jule, Claudi, Steffi W., Steffi P., Mella
Trainer: Thomas

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